Gastbeitrag der Ernährungsmedizinerin Dr. Heike Pahl-Wurster, Mülheim
Vielen übergewichtigen Menschen gelingt es nicht - trotz vieler Diäten und Anstrengungen - eine dauerhafte Gewichtsabnahme zu erzielen. Die meisten Diät- und Abnehmprogramme zielen auf eine Änderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten ab. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass chronische Stressbelastungen eine wichtige Rolle sowohl bei der Entstehung als auch der Aufrechterhaltung des Übergewichts spielen.
Erfahrungen in der frühen Kindheit im Umgang mit Stress und Gefühlen in der Familie sind dabei bedeutsam.
Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass Menschen unter Stressbelastungen dazu neigen, besonders fett- und kalorienhaltige Lebensmittel zu sich zu nehmen. Auch in Tierstudien bestätigt sich das. Hamster zum Beispiel, die experimentell unter Stress gesetzt werden, fressen mehr und nehmen an Gewicht zu.