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Feb

DAK-Gesundheitsreport 2010: psychische Krankheiten weiter steigend


Als „auffällig“ bezeichnet der DAK-Gesundheitsreport 2010 den weiteren Anstieg der psychischen Krankheiten. Ihr Anteil am Krankenstand hat zwischen 1998 und 2009 von 6,6 auf 10,8 Prozent zugenommen und stellt jetzt die viertgrößte Krankheitsart dar, mit einer durchschnittlichen Ausfallzeit von 28 Tagen.

„Psychische Belastungen am Arbeitsplatz sind ein wichtiger Stressfaktor, der mittel- bis langfristig zu erheblichen Krankheiten führen kann. Dazu gehören beispielsweise Bluthochdruck, Depressionen und Rückenschmerzen“ heißt es in dem jüngst veröffentlichten Report der DAK.

Plädoyer für betriebliche Prävention

Der Report stellt einen hohen Anteil von Langzeitarbeitsunfähigkeiten am Krankenstand in Höhe von 38% fest. Dies „unterstreicht neben dem Erfordernis der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung den Bedarf nach Rehabilitationsmaßnahmen sowie auch nach einem Wiedereingliederungsmanagement in den Betrieben (BEM).“

4 Mio Menschen leiden unter schweren Schlafstörungen

Der DAK-Gesundheitsreport 2010 legt den Schwerpunkt auf Schlafstörungen bei Berufstätigen: darüber klagt etwa die Hälfte aller Berufstätigen, 21% häufiger, 28% manchmal. Etwa 10% der Berufstätigen (ca 4 Mio Menschen) berichten über schwere Schlafstörungen: sie schlafen mehr als dreimal pro Woche schlecht und gehen übermüdet zur Arbeit.
Die häufigsten Schlafstörungen sind nachts wiederholtes kurzes Aufwachen, längeres Wachliegen, nicht erholsamer Schlaf und sehr frühes Erwachen.

Wichtigste Auslöser der Schlafstörungen sind

  • besonderer Stress und Belastungen (40%)
  • Gedankenkreisen, Grübeln, Sorgen und Ängste (25%)
  • Störungen des Tagesrhythmus wie Schichtarbeit (20%)

Schlafprobleme können ein Frühzeichen sein für Überlastung, Burnout
oder Depression. Die Behandlung erfolgt häufig in Eigenregie, stellt
der Bericht fest.

Für den DAK-Gesundheitsreport 2010 wurden Daten von 2,5 Mio erwerbstätigen Versicherten ausgewertet sowie eine Befragung von 3.000 Arbeitnehmern im Alter von 35-65 Jahren durchgeführt.

Quelle: http://www.presse.dak.de/ps.nsf

Donnerstag, 18. Februar 2010 - Dr. Johannes Koepchen

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