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Jan

Stress und Stressbelastungen: 2. Kurzfristiger Stress ist ok, chronischer Stress ist schädlich


Früher hat man unterschieden zwischen „gutem“ und „schlechtem“ Stress (Eu-Stress und Dis-Stress). Dem lag folgende Erfahrung zugrunde:
Zu Beginn der Anspannung ist Stress günstig und aktiviert den Körper zu mehr Leistung bis zu einem Optimum. Wenn die Anspannung aber weiter zunimmt, sinkt die Leistung wieder, es kommt zu mehr Fehlern, Erschöpfung, usw.

Inzwischen hat sich der Focus verschoben und man unterscheidet mehr den
Akuten und den Chronischen Stress:

  • Akuter Stress ist eine normale Reaktion auf eine Gefährdung und für den Organismus unschädlich. Das ist, als ob jemand kurzfristig mit voller Kraft trainiert.
  • Chronischer Stress entsteht, wenn entweder der akute Stress zu häufig auftritt (z.B. zu viele Anforderungen, sich immer wieder ärgern) oder wenn die Einschätzung so ist, dass der akute Stress nicht in absehbarer Zeit bewältigt werden kann (z.B. Gefühl von Kontrollverlust). Auf chronischen Stress stellt sich der Organismus mit einer ganzen Reihe von Anpassungs-Reaktionen ein, die auf Dauer krank machen. Stress-Erkrankungen entstehen immer durch chronischen (oder zu häufigen) Stress.
    Bildlich gesprochen, entsteht Stress, wenn die Drehzahl im Körper immer wieder von neuem hochgetrieben wird (zu viele Anforderungen) oder wenn die Drehzahl nicht mehr ausreichend sinkt (Dauer-Stress).

Dienstag, 27. Januar 2009 - Dr. Johannes Koepchen


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