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Jun

Die „3 L“ zum Schutz vor Demenz im Alter: Laufen, Lernen, Lieben


Mentale Fähigkeiten können im Alter nachlassen. Seriöse Wissenschaftler sind der Ansicht, dass es eine „Alzheimer-Krankheit“ nicht wirklich gibt, sondern dass es sich um normale Altersprozesse handelt, die im Spätstadium zur Demenz führen können. Es gibt auch keine spezielle Vorbeugung. Die gute Nachricht ist: sehr viel ist bekannt und bewährt, um die mentalen und körperlichen Kräfte auch im Alter zu erhalten oder zu vertiefen. Die 3 L stehen für:

  • Laufen – körperliche Aktivität in jeder Form
  • Lernen – Interesse am Leben und an der Umwelt erhalten und Fördern, Neues erforschen
  • Lieben – Nähe genießen. Soziale Kontakte und Aufgaben fördern, privat und gesellschaftlich.

Nachgewiesene Positive Wirkung auf die die Gesundheit im Alter haben:

  • Bewegung, körperliche Aktivität in jeder Form. Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, sinkt um bis zu 38%, wenn man sportlich aktiv ist. Dabei geht es weniger um die Leistung, als um die Aktivierung des gesamten Menschen. Als erforderlicher Bewegungsumfang empfiehlt sich 3x30min pro Woche oder 2x1h.
  • Gehirntraining: Isoliertes Gehirnjogging ist oft weniger effektiv. Das beste Gehirntraining ist „training on the job“ – Gedächtnisübungen lassen sich gezielt in den Alltag einbauen. Neue Hirnzellen entstehen vor allem durch Lernen, intensive neue Erfahrungen wie Musizieren.Bestes Gehirnjogging ist auch das Spielen mit Enkelkindern.
  • Ernährung: die Regeln für gesunde Ernährung (LOGI-Methode) gelten auch für das Alter. Einzelne Substanzen werden intensiv erforscht: Omega-3-Fettsäuren (im Fisch), Kaffee (ca 3 Tassen pro Tag), Obst in jeder Form, vor allem dunkles Obst wie dunkle Beeren.
  • Soziale Aktivität: senkt das Alzheimer-Risiko um weitere 12%. Einsamkeit ist einer der größten Stressoren. Wer einen Hund hat, ist nicht nur körperlich aktiver, sondern auch mehr vor Depressionen und hohem Blutdruck geschützt.
  • Tanzen: ältere Menschen, die tanzen, haben überlegene Resultate in kognitiven Tests. „Tanzen schützt auf nahezu magische Weise vor Alzheimer“ (M.Korte). Es vereint drei positive Faktoren: soziale Interaktion, Bewegung und Konzentrationstraining.
  • Glücksgefühle zulassen: Umgang mit Stressbelastungen und Defiziten, bewusste Achtsamkeit auf das Sich-Wohlfühlen erhöht die Gesundheit und verlängert das Leben.
  • Selektion, Optimierung, Kompensation: das Konzept des Ehepaares Baltes (Berliner Altersstudie) ist ein Modell zum erfolgreichen Altern und zum Umgang mit Schwächen, die mit dem höheren Alter auftreten:
    • Selektion: welche der bisherigen Aktivitäten kann und möchte ich weiterführen?
    • Optimierung: wie kann ich diese Aktivitäten und meine Kräfte optimal stärken?
    • Kompensation: wie gleiche ich unabänderliche Defizite effektiv aus?

 

Für den Alltag:

Ein gut machbarer Schutz vor Demenz im Alter ist, täglich in der Natur einen Spaziergang zu machen. Da bekommt das Gehirn alles, was es braucht: Bewegung, frische Erfahrungen für die Sinne, Lust an der Entwicklung der Natur

Dienstag, 25. Juni 2013 - Dr. Johannes Koepchen

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