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Feb

Gefährliche Glückspillen


In der ARD ist am 18.2. eine aufwühlende Dokumentation über Antidepressiva ausgestrahlt worden. Milliardenprofite werden mit geschönten Statistiken gemacht. Serotinin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wurden als „Glückspillen“ vermarktet – auch für Kinder, obwohl es dafür keine Zulassung gab.

SSRI können Aggressivität auslösen – gegenüber anderen oder sich selbst. Von Anfang an sind diese Fälle dokumentiert, Prozesse sind anhängig, Glaxo-Smith-Kline hat Millarden-Abfindungen gezahlt. Schon die erste Zulassung von „Prozac“ in den USA 1984-1987 wurde gegenüber der FDA mit falschen Aussagen begründet.

Bei schweren Depressionen können diese Medikamente sehr hilfreich sein, aber nicht in den vielen Fällen, in denen andere Maßnahmen, vor allem Psychotherapie, viel wirksamer sind! Dazu gibt es inzwischen wissenschaftlich gesicherte Daten.

Könnte es sein, dass die skandalöse chronische Unterversorgung mit Psychotherapie, wo kranke Patienten monatelang auf eine angemessene Therapie warten müssen, damit zusammenhängt, dass die behandelnden Ärzte dann eher Medikamente verschreiben? So dass es ein direktes ökonomisches Interesse daran gibt, diese Unterversorgung nicht zu ändern?! Stastiken gehen davon aus, dass nur etwa 10% aller psychisch Erkrankten eine angemessene Sofort-Therapie erhalten.

 

Hier der Link: ardmediathek.de

Donnerstag, 21. Februar 2013 - Dr. Johannes Koepchen

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