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Apr

Positionspapier zu Burnout


Zur Versachlichung der aktuellen Diskussion über Burnout hat die Deutsche Geselschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) ein Positionspapier erarbeitet. Sie begrüßt darin, dass dadurch das Stigma der psychischen Erkrankungen reduziert wird. Warnt aber auch davor, Burnout mit jeglicher Form von Krisen im Arbeitsleben oder ersatzweise statt Depression zu verwenden. 

Anliegen ist vor allem, individuelle Faktoren und Arbeitsplatzfaktoren genauer abzugrenzen. Die DGPPN definiert Burnout als längerfristige Arbeitsüberforderung und sieht Burnout als Risikozustand oder Auslöser für eine spätere psychische oder körperliche Erkrankung. Insofern sollte es auch als Anlass zur Kontaktaufnahme mit Gesundheitsdiensten Eingang in die Diagnosen finden.

Es ist nicht die Absicht, Burnout zu einer eigenständigen Diagnose zu machen. Vielmehr sollten Burnout-Symptome wie Erschöpfung, Zynismus und Leistungsminderung als Auslöser von schwerwiegenden Erkrankungen ernst genommen werden.

Im Entstehungsmodell von Burnout-Beschwerden werden benannt:

  • Biologische Risikokonstellationen wie erhöhte, genetisch bedingte oder erworbene Stressanfälligkeit.
  • Psychologische Faktoren wie stark überhöhter Anspruch, Perfektionismus, Überforderungsgefühl.
  • Arbeitsplatzbezogene Bedingungsfaktoren wie Arbeitsdruck, Mangel an Kontrolle, fehlende Wertschätzung.

Wobei es viele Modelle und Erfahrungen gibt, allerdings wenig statistisch gesicherte Daten.

In der Prävention sollte auf beiden Ebenen angesetzt werden: bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen ebenso wie dabei, die Ressourcen des Einzelnen zu stärken, mit dem Ziel der erhöhten Belastbarkeit und effizienterer Möglichkeiten, Anforderungen zu bewältigen.

Link zum Positionspapier:
http://www.dgppn.de/publikationen/stellungnahmen/detailansicht/article/141/positionspap-1.html

Montag, 2. April 2012 - Dr. Johannes Koepchen

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