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Mrz

„Freunde sind wichtiger als Ernährung!“


stellt Prof. Peter Henningsen aus München fest. Er ist dort Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar. In einem Interview in der Zeitschrift „Gehirn und Geist“ (Verlag Spektrum der Wissenschaften) diskutiert er den Zusammenhang zwischen Lebenseinstellungen und Gesundheit. 

Es gibt viele wissenschaftliche Hinweise darauf, dass sich Optimismus und Zufriedenheit positiv auf die Gesundheit und auf die Lebenserwartung auswirken, während permanent unzufriedene oder pessimistische Menschen eher chronische Entzündungen entwickeln. (Zu diesen chronischen Entzündungen gehört auch die Arteriosklerose als Ursache von Herzinfarkt und Schlaganfall.)

Prof. Henningsen belegt seine These mit groß angelegten Studien zu diesem Thema. Z.B. wurden in einer US-amerikanischen Langzeitstudie, der Woman’s Health Initiative, fast 100.000 Frauen nach ihrer Lebenshaltung befragt. Während der Beobachtungszeit über 8 Jahre hatten diejenigen, die zynisch und feindselig eingestellt waren, ein deutlich erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken oder sogar zu sterben. Die Optimistinnen dagegen hatten eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung. Offenbar wirken sich positive Gefühle auch günstig auf das Immunsystem aus. 

Für Prof. Henningsen ist der Ausgangspunkt, überhaupt erst einmal den Zusammenhang zwischen Lebenseinstellungen und Gesundheit zu akzeptieren. Dabei spielen Freunde und Familie „eine riesige Rolle. Wie gut ich in soziale Netzwerke eingebunden bin, ist zum Beispiel viel wichtiger als die Frage, wie ich mich ernähre.“ „Zahlreiche Studien aus den letzten Jahren belegen: ein intaktes Sozialleben hält gesund. Oder umgekehrt: Einsamkeit macht krank.“

Als Basis für eine Therapie sieht er die Ressourcen-Aktivierung. Statt sich darauf zu konzentrieren, was jemand nicht kann, solle man vielmehr seine vorhandenen Potenziale fördern.

Er gibt den Rat: „Lassen Sie es sich gut gehen!“ Aber auch: „Machen Sie nicht alles mit sich allein aus. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie aus der Balance geraten sind, holen Sie sich professionelle Hilfe.“

Zitate aus
http://www.gehirn-und-geist.de/alias/interview/freunde-sind-wichtiger-als-die-ernaehrung/1139635

Montag, 19. März 2012 - Dr. Johannes Koepchen

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