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Apr

Kennen Sie Ihr vegatives Betriebs-System?


Herzratenvariabilität

Die Basis unserer Körper-Regulation, sozusagen unser inneres Betriebs-System, wird durch zwei weitverzweigte Nerven-Systeme gesteuert, durch den Sympathikus (= unser „Gaspedal“) und den Parasympathikus oder Vagus (= unser„Bremspedal). Die Messung dieses Systems gibt wertvolle Hinweise auf unseren Basis-Status, ähnlich wie die Bestimmung des Blutdrucks.

Wenn wir gesund sind, wenn unser vegetatives Nervensystem sich im Gleichgewicht befindet, ist unser Herzschlag nicht so gleichförmig wie ein Uhrwerk, sondern unterliegt feinen Schwankungen, abhängig z.B. von der Atmung. Unser Herzrhythmus ist also variabel. Beim Einatmen wird der Puls meist etwas schneller, beim Ausatmen etwas langsamer. Diese Herzratenvariabilität (HRV) läßt sich mit dem EKG gut messen. Sie gibt Auskunft darüber, wie flexibel sich unser Organismus an die täglichen Anforderungen anpassen kann, wie rasch er bei Leistungen auf Touren kommt, und wie rasch er umschalten kann auf Regeneration, um wieder Kräfte zu tanken.

Bei Dauerbelastungen des Organismus, durch körperlichen oder mentalen Stress, aber auch z.B. bei chronischen Entzündungen, ändert sich diese Variabilität des Herzschlags: der Herzrhythmus wird starrer. Dies kennt die Medizin schon lange, z.B. bei der Beurteilung von Herztönen vor der Geburt. Bei Diabetikern nutzt man die Messung der HRV als Anhaltspunkt für die Herzleistung. Leistungs-Sportler ermitteln mit dieser Messung, wie effektiv sie regenerieren können und ob die Gefahr eines Übertrainings droht.

In der Stresstherapie und im Stress-Training unterstützt die HRV-Messung die Entscheidung für die effektivsten Methoden: geht es mehr um die Fähigkeit zur Entspannung und zur Regeneration? Geht es mehr um erhöhte Flexibilität im Alltag? Was bringt ein körperliches Ausdauer-Training? Wie steht es um die Leistungs-Reserven? Gibt es Hinweise auf Erschöpfung oder Burnout?

Die HRV-Messung ist inzwischen zu einer gut erforschten Methode ausgereift. In meiner Praxis verwende ich das System neurocor (www.neurocor.de), das an der Universität Trier entwickelt wurde und an vielen Tausend Beschäftigten und Patienten validiert ist.

Montag, 11. April 2011 - Dr. Johannes Koepchen

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